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Hyper-Inflation in Venezuela

Nicolas Maduro, Präsident von Venezuela
Der gerade wieder"gewählte" Präsident Nicolas
Maduro | Bild: Joka Madruga, (CC BY 2.0)

In Venezuelas Hauptstadt Caracas ist bereits Alltag, was in Europa noch sehr umstritten ist: Die bargeldlose Gesellschaft. Allerdings ist dieser Zustand nicht bewusst gewählt, sondern aus der Not heraus entstanden, denn das Land hat eine Inflation von zwischen 13.000 und 400.000 %. Selbst der Snack am Imbissstand wird mit Karte bezahlt. Busse haben jedoch keine Kartenlesegeräte. „In der Folge gehen viele Menschen in Caracas gar nicht mehr zur Arbeit, weil sie das Bus-Ticket nicht zahlen können.“ Auf dem Land gibt es ebenfalls „kaum Internet und folglich auch kaum Kartenlesegeräte.“ Dort „wird Bargeld nicht mehr gezählt, sondern gewogen.“

Mein Kommentar als Mitglied des BAK „Internationale Angelegenheiten“ dazu:

„Vor einer Woche wurde Venezuelas langjähriger Präsident Maduro bei international als ‚intransparent und undemokratisch‘ eingestuften Wahlen wiedergewählt, doch einen echten Plan wie das Land aus dem Chaos aus Inflation, Hunger, Misswirtschaft und Gewalt befreit werden kann, hat er scheinbar nicht. Ich hoffe sehr, dass Venezuelas Regierung noch die Kurve kriegt und ähnlich wie Kuba versteht, dass in manchen Bereichen Privatwirtschaft definitiv die bessere Lösung ist. Als Partei Mensch Umwelt Tierschutz sprechen wir uns klar für eine ’soziale[] und ökologische[] Marktwirtschaft‘ aus. Es braucht strenge Kontrollen der Wirtschaft und in manchen Bereichen macht es Sinn den Staat direkt lenken zu lassen. In vielen anderen ist dies jedoch fatal wie die Geschichte immer wieder gezeigt hat und wie die Menschen in Venezuela aktuell dramatisch zu spüren bekommen.“

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