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Über Matthias Ebner

Hier erfahren Sie mehr über Matthias Ebner, einen der drei Bundesvorsitzenden der Tierschutzpartei.

Mein Wahlaufruf zur Bundestagswahl 2017

Jugend

Schon als Kind hatte ich immer eine sehr starke Verbundenheit zu Tieren und Schwächeren allgemein und wollte immer helfen. Meine Großeltern hatten eine Hündin, die von allen als geliebtes Familienmitglied angesehen wurde und mit der auch ich immer gern spielte, wenn wir sie besuchten. Mein Bruder und ich wollten dann irgendwann auch Haustiere und so hatten wir bald ein Kaninchen und ein Meerschweinchen – leider nicht aus dem Tierheim, sondern vom Zoofachgeschäft, da uns damals noch nicht bewusst war, dass man damit schreckliches Tierleid finanziell unterstützt. Auch hatte das Geschäft nicht gut beraten, denn eigentlich sollte man ja nur die gleiche Tierart zusammen halten, u. a. da unterschiedliche Tierarten nicht die gleiche Sprache sprechen. Auch wurde uns dort ein viel zu kleiner Käfig und artwidriges Futter verkauft. Heute wissen wir das alles besser. Doch diese Kontakte zu unseren Haustieren ließen mich eine Verbindung und ein Verantwortungsgefühl zu Tieren aufbauen, das man leider in der Schule nicht lernt. Auch hatte meine Großmutter dazu viel beigetragen, die selbst eine große Tierschützerin, wenngleich keine Tierrechtlerin war. So kochte sie jedoch quasi täglich Fleisch.

Entwicklung zum Tierrechtler

Mein Weg zum VeganismusUnd auch ich war immer ein großer Fleisch-Fan. Gemüse war früher überhaupt nicht mein Fall. Als Kind aß ich immer zuerst das Gemüse und genoss dann das Fleisch. Auch war ich fast schon beleidigt, wenn es mittags nach der Schule mal kein Fleisch gab.

Als ich selbst anfing zu studieren und in diesem Zusammenhang auch mehr Konsumsentscheidungen selbst traf, fing ich an, mich auch mehr mit verschiedenen Themen wie Umwelt- und Tierschutz zu beschäftigen und meine Konsumsentscheidungen zu hinterfragen. In diesem Zuge habe dann auch angefangen mich mehr und mehr über die verschiedenen Aspekte verschiedenste Produkte zu informieren. So fand ich nach und nach heraus, wie fatal Tierprodukte für das Klima und die Umwelt allgemein sind sowie welches Leid hinter Schweinefleisch, hinter Hühnerfleisch, hinter Milch und hinter Eiern steckt. Ich habe also meinen Konsum von Fleisch immer mehr reduziert und zudem eines dieser Produkte nach dem anderen auch komplett von meinem Speiseplan gestrichen, bis schließlich nur noch Demeter-Milchprodukte und -Rindfleisch übrig waren, weil Demeter der einzige Bioverband ist, der Zugang zu Wiesen für Rinder verpflichtend vorschreibt und gleichzeitig deren Enthornung strikt verbietet.

Mein Ansatz war damals immer, dass ich nicht wollte, dass Tiere leiden. Es war für mich in Ordnung, dass sie getötet werden. Bis zu ihrem Tod sollten sie jedoch anständig behandelt werden und gut leben dürfen. Abgesehen davon, dass man das nie mit Sicherheit wissen kann, da man Menschen nie zu 100% vertrauen kann, war es natürlich widersprüchlich, dass ich mich einerseits bereits damals über Petitionen u. ä. für Tiere einsetzte, andererseits ihren Mord in Auftrag gab. Irgendwann kam ich dann zu dem Schluss, dass ich auch nicht möchte, dass sie für mich getötet werden. Ein kurzes Gaumenerlebnis zu haben, war für mich irgendwann dann nicht mehr Rechtfertigung genug, dass Tiere sterben mussten und so entschied ich mich, fortan vegan zu leben.

Mein Weg vom Jeden-Tag-Fleischesser zum Veganer hatte 6 Jahre gedauert. Unfassbar lang! Wenn ich schon immer gewusst hätte, was es alles für tolle pflanzliche Alternativen zu Wurst und Fleisch gibt (von denen immer mehr entwickelt werden), wäre ich mit Sicherheit schon viel früher vegan geworden.

Was mir wichtig ist

Jane Fonda: „Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.“Doch nicht nur Tierschutz/Tierrechte waren mir schon immer wichtig. Auch alle Aspekte des Umweltschutzes (Wälder, Meere, Klima, Artenschutz, Böden, Ressourcenschonung, etc.) sind mir extrem wichtig. Deswegen hatte ich mich auch für die Umwelt in der Vergangenheit bereits stark engagiert (siehe Lebenslauf). Gerade, wenn man sich für Tiere einsetzt, muss man m. E. auch alles dafür tun, dass diejenigen Tiere, die so leben, wie man das als Tierrechtler_in allen Tieren wünscht, nämlich in Freiheit, einen intakten Lebensraum für dieses freie Leben haben, was leider immer weniger der Fall ist. Doch auch für uns Menschen sind eine gesunde Natur, fruchtbare, nicht verseuchte Böden, sauberes Wasser und saubere Luft, lebende Meere, ein stabiles Klima und eine hohe Artenvielfalt absolut überlebensnotwendig. Daher ist es äußert bedauerlich und nicht nachvollziehbar, dass das viele Menschen noch nicht verstanden haben. Diese Menschen müssen wir aufrütteln.

Animal Liberation - Human LiberationEbenso sehe ich mich im politischen Spektrum klar links der Mitte und setze mich schon seit meiner Kindheit gegen Ausländerfeindlichkeit und Menschenrechtsverletzungen ein. Konkret sollte es meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich Menschen nicht gegenseitig ausbeuten. FairTrade, FairWear, ein Grundeinkommen (ob komplett bedingungslos oder an gewisse Bedingungen geknüpft wird noch zu klären sein), Toleranz (solange niemand in seiner/ihrer Unversehrtheit und Selbstbestimmtheit angegriffen wird) statt Diskriminierung und weitere Aspekte im Hinblick auf Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sollten Standard sein. So habe ich mich bei der Tierschutzpartei etwa schon erfolgreich dafür eingesetzt, dass wir einen umfangreichen Forderungskatalog zur Gleichstellung von LSBTTIQ-Menschen sowie neben politischer, rassistischer, sexistischer oder religiöser Verfolgung auch Krieg, Bürgerkrieg und Hungersnot als anerkannte Fluchtursachen ins Grundsatzprogramm aufgenommen haben.

Logo der Partei Mensch Umwelt TierschutzDa mir diese drei Bereiche – Menschenrechte, Tierrechte und Umweltschutz – auch alle so wichtig sind und die meiner Meinung nach untrennbar miteinander verbunden sind, war es für mich auch klar, dass ich mich in der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ engagieren würde, als ich auf sie gestoßen war. Sie deckt alle wichtigen Themen unserer Zeit ab und zwar konsequent. Das unterscheidet sie von allen anderen Parteien. Nur vegan werden wir die Menschheit gerecht und gesund ernähren können und das ohne Urwälder zu zerstören. Nur, wenn die grundlegenden Bedürfnisse von Menschen befriedigt sind – Nahrung, Wohnung, Gesundheit etc. – werden sie auch physisch, finanziell, zeitlich und geistig bereit sein, sich um Tiere zu kümmern bzw. deren Rechte zu respektieren und nur wenn die Umwelt/Natur intakt ist, haben alle Tiere inkl. der Menschen den Lebensraum, den sie brauchen, um ein schönes Leben haben zu können.